Dresden. Dresden beginnt den Kirchentag feierlich. Die Stadt brummt und glüht. Mit über 100.000 Kerzen verwandeln die Besucher am Mittwochabend das Elbufer in ein Kerzenmeer, während auf dem Fluss 20.000 schwimmende Lichter vorbeiziehen. Überall glüht und glimmt es am „Abend der Begegnung“. Die Uferwiesen leuchten in der Dunkelheit auf. Wachsgeruch erfüllt die Luft. Mit einer Licht-Klang-Komposition und dem Abendsegen geht der erste Festtag zu Ende. Ein Chor aus 125 Stimmen singt dabei das Stück „Da wird auch dein Herz sein“ – eine Uraufführung des Komponisten Sven Helbig. Die Menschen auf beiden Uferseiten sollen eigentlich den Gesang mit einem brummenden und summenden Unterton begleiten. Zumindest auf dem linkselbischen Terrassenufer wird die Atmosphäre aber immer wieder durch das Knipsen der Fotoapparate und Handyklingeln gestört.
Schließlich springt der Funke doch noch über: Als am rechten Elbufer „Kein schöner Land“ angestimmt wird, singen auch die Schaulustigen auf der anderen Seite mit. Als die letzten schwimmenden Kerzen auf der Elbe noch vorbeiziehen, ist aus dem Massen-Kanon schon wieder eine vielstimmige Kakophonie geworden.
(Pressemitteilung des DEKT)



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