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Kultur >> Denkanstöße

Opfer des DDR-Unrechtsstaates hielt Kanzelpredigt (€)

Vergebung als Akt der Befreiung

Hannover. „Diese Zusage Gottes kann mich freimachen, das zu tun, was mir gut tut: Heil durch Vergebung.“ – Wenn Geistliche solche Sätze sagen, ist das einigermaßen normal. Weniger üblich ist es hingegen, auf der Kanzel Platz zu machen für jemanden, der dazu aus eigener Erinnerung sprechen kann. So geschehen am heutigen Sonntag in der evangelischen Kirchengemeinde Wettbergen. Dort sprach mit dem Autor Dr. Wolfgang Welsch ein prominentes Opfer des DDR-Unrechts über das Thema „Vergebung“. Sein Fazit: „Vergebung kann ein zutiefst befreiender Akt sein.“ Weiterlesen »

Ist Konsum eine neue Religion? (€)

„Süßer die Kassen nie klingeln“

Fulda. „Wir leben in einer Zeit, in der Konsum zum Lebensstil geworden ist“ -  so lautete eine durchaus provokante Eingangsthese des Sozialethikers Prof. Dr. Franz Segbers zu seinem Referat mit dem nicht minder provokanten Titel „Süßer die Kassen nie klinglen“. Im Rahmen dieses auf Einladung der osthessischen Allianz für den freien Sonntag gehaltenen Vortrages stellte Segbers u.a. Untersuchungsergebnissen verschiedener Wirtschaftsinstitute vor, die zeigten, dass die Steigerung der geplanten Weihnachtskäufe der Deutschen deutlich höher liege als bei den meisten ihrer europäischen Nachbarn. Weiterlesen »

Fiebersymptome einer Gesellschaft (€)

Shopping am Sonntag?

Selbst in Bischofsstädten wie Fulda kann man erleben, wie gegen Sonntagmittag die Scharen ins Zentrum strömen, um sich beim Shoppen zu vergnügen. „Herbstfest“ heißt dann z. B. der äußere Grund. Jung und alt sind auf den Beinen, als ob die ganze Zeit vorher purer Mangel geherrscht hätte. Richtung Weihnachten zieht die Wirtschaft jetzt wieder sämtliche Register, um die letzten Reserven zu mobilisieren. - Von Bischof Heinz Josef Algermissen Weiterlesen »

Reformationstag: Ein Fest für alle Christen (€)

Verjüngungskur für den Glauben

Wenn an diesem Mittwoch in Deutschland – vor allem von evangelischen Christen – der Reformationstag gefeiert wird, so könnte der Eindruck entstehen, dabei werde einem Spaltungsereignis gehuldigt. Das wäre angesichts vieler wahrnehmbarer ökumenischer Bemühungen ein seltsamer Anachronismus. Und eine zu kurze Sicht auf die Reformation.
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Interkulturelle Woche 2012 eröffnet

„In der Kirche gibt es keine Ausländer“

Potsdam. Am heutigen Freitag wurde in Potsdam die bundesweite Interkulturelle Woche 2012 eröffnet. Unter dem Motto „Herzlich willkommen – wer immer du bist.“ feierten rund 300 Menschen in der Propsteikirche St. Peter und Paul einen ökumenischen Gottesdienst unter der Leitung von Kardinal Rainer Maria Woelki, Erzbistum Berlin, Bischof Dr. Markus Dröge von der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz und Metropolit Augoustinos von der Griechisch-Orthodoxen Metropolie in Deutschland. Weiterlesen »

Kein Auslaufmodell ohne Zukunft

Ehe und Familie sind kostbar

Seit Wochen schon wird eine mitunter diffuse bis unfaire Debatte geführt, oft von kleinen Lobby-Gruppen provozierend in Gang gebracht: Es geht um die Familie, die, obgleich Keimzelle der Gesellschaft, zunehmend politischen Ideologien ausgesetzt ist. Da tut es gut, einige grundsätzliche Tatsachen und Vergewisserungen zur Sprache zu springen. – Von Bischof Heinz Josef Algermissen Weiterlesen »

Im Reich Gottes zu Hause

„Zu wem sollen wir gehen?“

Wie kommen Menschen eigentlich zum Glauben an Jesus Christus? Die erste Berufungsgeschichte im Johannesevangelium (Joh. 1, 35-39) erzählt es uns. Zwei Männer versuchen sehnsüchtig, mit Jesus Kontakt aufzunehmen. Sie gehen hinter ihm her. Und wissen nicht recht, wie sie es anstellen sollen. Jesus hilft ihnen. Er bleibt stehen, lässt sie herankommen und fragt sie: „Was wollt ihr?“ Ihre Antwort klingt seltsam: „Meister, wo wohnst du?“ - Von Bischof Heinz Josef Algermissen Weiterlesen »

Kardinal Marx fordert „Globale Soziale Marktwirtschaft“

Politik ohne nationale Egoismen

Chicago/München. Bei einem Vortrag an der Universität von Chicago vor weltweit führenden Wirtschaftswissenschaftlern hat sich Kardinal Reinhard Marx für die Einführung einer „Globalen Sozialen Marktwirtschaft“ ausgesprochen und dabei eine verstärkte Kooperation der durch den christlichen Wertehorizont geprägten westlichen Welt angemahnt. Weiterlesen »

Der Geist des Auferstandenen überbrückt die Distanz

Misere

Fulda. Im Bilderzyklus „Miserere“ des französischen Malers Georges Rouault gibt es eine Grafik über den Tod, die von großer Aussagekraft ist. Im Vordergrund des Bildes sieht man einen Menschen, der im Sterben liegt. Es wird dunkel um ihn und er ist ganz allein. Auf dem Bild sind zwar noch andere Menschen zu sehen, aber sie bleiben unbeteiligt im Hintergrund. Sie gehen ihrer Arbeit nach, unterhalten sich, haben zu tun. Von Bischof Heinz Josef Algermissen Weiterlesen »

Osterbotschaft des EKD-Ratsvorsitzenden

„Gott macht lebendig“

Hannover. „Ostern bietet für uns die Gelegenheit innezuhalten und zu fragen: Was ist wirklich wichtig? Worauf kann ich vertrauen, worauf kann ich mein Leben gründen? Wo lohnt sich meine Entrüstung, weil Menschen in ihrer Würde und ihrer Freiheit gefährdet sind, weil Leid und Elend ‚zum Himmel schreien‘? Ostern schärft den Blick für die Not anderer und für Gottes Gerechtigkeit auf dieser Erde.“ Das sagt der Vorsitzende des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Präses Nikolaus Schneider, in seiner diesjährigen Osterbotschaft. „Kreuz und Auferstehung Christi machen den Kopf frei für das Wesentliche“, so Schneider. Weiterlesen »

Mit dem Kreuz der Angst leben

Schweigeanruf

Irgendwann ganz frühmorgens, noch in der Nacht, schellte das Telefon. Ein wenig verstört, weil aus dem Schlaf gerissen, habe ich mich gemeldet – und bekam keine Antwort.Es war nicht das erste Mal, dass ein Anrufer stumm blieb. Immer häufiger erlebe ich diese so genannten Schweigeanrufe, deren rapider Anstieg auch von der Telefonseelsorge berichtet wird. Von Bischof Heinz Josef Algermissen Weiterlesen »

Bundestagspräsident sprach auf dem Jahresempfang des Bistums Essen

„Politik handelt von Interessen, Religion von Wahrheiten“

Mülheim. Das, was in einer Gesellschaft an Werten, Orientierungen und möglichen Verbindlichkeiten besteht oder wächst, die über individuelle Interessen hinausgehen, speist sich nach Ansicht von Bundestagspräsident Professor Dr. Norbert Lammert im Wesentlichen aus religiösen Überzeugungen. „Die Religion ist nicht die einzige, aber wohl unverzichtbare Quelle von Werten in einer Gesellschaft“, betonte er auf dem Jahresempfang des Bistums Essen und der Katholischen Akademie „Die Wolfsburg“ in Mülheim. Weiterlesen »

Orientierungshilfe der Gemeinschaft Evangelischer Kirchen in Europa

„Zeit zu leben – Zeit zu sterben“

Bad Neuenahr. Die Tötung auf Verlangen lasse sich christlich nicht rechtfertigen, Therapieverzicht oder der Abbruch medizinischer Behandlung sei hingegen nicht nur ethisch akzeptabel, sondern manchmal geboten, erklärte Professor Dr. Ulrich Körtner von der Evangelisch-Theologischen Fakultät der Universität Wien. „Weder aus rechtlicher noch auch christlicher Sicht haben wir das Recht, andere Menschen zum Leben oder Weiterleben zu zwingen, auch wenn wir alles dafür tun und ihnen helfen sollen, die kostbare und einmalige Gabe des Lebens zu achten“, so Körtner. Weiterlesen »

Interview mit Augustinerpater Alfons Tony über das Weihnachtsfest (€)

Füreinander Geschenk sein

Würzburg. Erst ein leckeres Essen, dann die Bescherung und anschließend geht es in die Christmette: Das ist der Ablauf des Heiligen Abends bei vielen Familien. Die 72 Mitglieder des Augustinerordens in Deutschland allerdings gestalten das Fest der Liebe ein klein wenig anders. Im Interview erzählt Provinzial Pater Alfons Tony (52), wie die Mönche Weihnachten feiern, er erinnert sich an seine Kindheit zurück und verrät seinen Weihnachtswunsch. Weiterlesen »