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Kultur >> Film und Theater

TV-Tipp: Christenverfolgung in der DDR

Junge Christen als Staatsfeinde

Hannover/Köln. Am kommenden Sonntag um 22:55 Uhr strahlt RTL die Dokumentation „Kurzer Prozess: eine Seefahrt in den Stasiknast“ aus. Die Handlung: Fünf Tage nach dem Bau der Mauer am 13. August 1961 steigen junge Christen im Ostseebad Wolgast in der DDR auf einen Ausflugsdampfer. Die Jugendlichen machen einen Scherz und schreiben dem Kapitän einen Zettel mit der „untertänigsten“ Bitte, doch „wegen der guten Stimmung an Bord“ zur dänischen Insel Bornholm zu fahren. Aus einem kleinen Spaß wird bitterer Ernst: wegen versuchter Republikflucht werden die beiden „Rädelsführer“ in einem Schauprozess zu acht Jahren Zuchthaus verurteilt. Junge Christen galten in der DDR als Anhänger der „Nato-Kirche“, sie waren Feinde des Staates. Später gehören die beiden Verurteilten zu den ersten Häftlingen, welche die BRD aus dem Stasiknast freikauft. Weiterlesen »

Diagnose Herzversagen: Superluther & Co aufs Korn genommen

Die Kirche auf dem OP-Tisch

Dresden. Es ist ein starkes Bild zum Einstieg auf der Bühne im Alten Schlachthof: Die Kirche liegt unter grünen Laken auf dem OP-Tisch, ein internationales Ärzteteam macht sich auf die Suche nach dem Herz. Die Spezialisten vom Pfarrerkabarett „Weißblaues Beffchen“ finden eine Weihrauchlunge, eine Kirchenvorsteherdrüse und völlig neue, leider funktionslose Organe im Kopfbereich – nur das Herz finden sie nicht. Die Krankenschwester ist von einer Reanimation nicht überzeugt: „Das hat schon vor 493 Jahren dieser komische Doktor aus Wittenberg versucht, und in den 1990er-Jahren hat McKinsey ein neues Herz implantiert – hat leider nie funktioniert“, so die Analyse. Da werde wohl auch dieser neue DEKT-Schrittmacher nichts nützen. Und der kabarettistische Rat folgt sofort: Im OP nebenan läge „ein hübscher Buddhist, bei dem lohnt sich´s vielleicht noch“. Weiterlesen »

Kirchenkritisches Kabarett über Ökumene, Klerus und Kommerz

“Nicht nur mit den Lenden fruchtbar sein”

Dresden. Mit einem Scanner, der erkennt was in Hirn und Herz vorgeht, waren die rund 460 Besucher unauffällig gescannt worden. Weil man sich in vatikan neuerdings dafür interessiert, was das Kirchenvolk denkt, hat man das tolle Gerät entwickeln lassen. Künftig soll es an Kichen installiert werden. Für die Kirchgänger ein Grund zur Freude, dürfen sich doch nun hoffen, dass die Inhalte sich dann mehr an ihren Bedürfnissen orientieren. Wer es geschafft hatte einen Platz zu ergattern kam in den Genuss eines echten Höhepnktes des Kirchentages. Angefangen mit Slapstick-Comedy zum warm-up gab es dann überwiegend beißende Satire und Ironie. Das war bösi-böse. Selten so gelacht! Weiterlesen »